30 Jahre INGEDE: Gemeinsam für verbesserte Altpapierqualität

Gleichzeitig mit dem diesjährigen Symposium feierte die INGEDE ihr 30-jähriges Bestehen. Deutlich mehr Teilnehmer als zuvor waren nach München gekommen, über 50 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Damit hat sich die Rolle des INGEDE-Symposiums als wichtigste europäische Veranstaltung zum Thema Papierrecycling bestätigt.

“Die INGEDE trägt dazu bei, dass Altpapier zu höchstmöglicher Reinheit und Helligkeit rezykliert wird, während die Welt nach wie vor Rohstoffe konsumiert, als seien sie unbegrenzt”, war eine der Botschaften in Bernhard Steinbeis’ Grußwort zum Symposium. Steinbeis war 1989 der Gründungsvorsitzende der INGEDE, gefolgt von Erwin Krauthauf, Rolf Maisch, Ulrich Höke und aktuell Thomas Krauthauf.
Beim Symposium in München wies Thomas Krauthauf auf die Erfolge der INGEDE in den vergangenen 30 Jahren hin – die erste Herausforderung und der Grund, die Kräfte der Deinker in der INGEDE zu bündeln, war die Verbreitung des wasserbasierenden Flexo-drucks bei Tageszeitungen zu verhindern. Seitdem liefert die INGEDE fachkundige Orientierung für Drucker, Papierverarbeiter und ihre Zulieferer, um die Rezyklierbarkeit von Druckprodukten kontinuierlich zu verbessern. Dazu kam die Entwicklung von Methoden und Standards, um die Qualität des Altpapiers langfristig zu verbessern. Die INGEDE-Methoden für die Altpapier-Eingangskontrolle sind mittlerweile international akzeptierte Standards, ebenso wie die Methoden zur Bewertung der Rezyklierbarkeit von Druckprodukten. Zu den laufenden Aufgaben und Herausforderungen zählen neue Drucktechniken und komplexer zusammengesetzte Papierprodukte, aber auch die immer geringere Verfügbarkeit von weißen Fasern im Altpapier. Steinbeis ging neben deutlichen Hinweisen in Richtung Politik auch auf die finanziellen Aspekte einer Mitgliedschaft in der INGEDE ein: „Die Beiträge, die nach Tonnen eingesetzten Altpapiers berechnet wurden, taten niemandem weh. Und die INGEDE hat den Beitrag inzwischen herabgesetzt von 15 auf 7 Cent pro Tonne Altpapier, während die Gier in der Welt drumherum kein Ende nimmt.“

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