Altpapier nicht per Biotonne entsorgen

Kein Plastik in die Biotonne fordert das Abfallwirtschaftsamt der Stadt München – auch „Bioplastik“ darf nicht in die Tonne, weil es zu langsam verrottet. Die vielfach empfohlene Lösung ist, den Biomüll in Zeitungspapier zu wickeln. Doch dabei schießen die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) offenbar weit über das Ziel hinaus. In einem Video zeigen sie, wie ein Bürger eine Handvoll Essenreste in eine ganze Zeitung wickelt, nicht nur in ein oder zwei Blätter, und das Bündel anschließend in die Biotonne wirft.

So gingen in letzter Zeit Berliner Privathaushalte dazu über, Altpapier in die Biotonne zu entsorgen und gleichzeitig die Altpapiertonne zu kündigen, stellen Berliner Altpapierentsorger laut einer Pressemitteilung des bvse fest. Man könne das Altpapier ja auch über die Biotonne entsorgen, heißt es in den Kündigungen angeblich. „Die privaten Altpapierentsorger sind über diese Entwicklung nicht nur besorgt, sondern stark verärgert, weil ein funktionierendes System gefährdet und wertvolle Sekundärrohstoffe dem Recycling entzogen werden“, schreibt der bvse. Den Hauptgrund für die zunehmende Tonnenver(w)irrung sehen die Altpapierunternehmen in mangelnder und teilweise missverständlicher Verbraucherkommunikation seitens der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR). In einem an die Berliner Umweltsenatorin Regine Günther versandten Schreiben appelliert der bvse daher, dieses Missverständnis durch eine „klare Verbraucherinformation“ so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen.

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