Pressemitteilung 1/2011

 
 

DPDA und INGEDE beabsichtigen Zusammenarbeit bei der Deinkbarkeit von Inkjetdrucken


(Gemeinsame Presseerklärung von DPDA und INGEDE)

Pressemitteilung 1/2011

Luzern, Schweiz — Repräsentanten von DPDA (Digital Print Deinking Alliance) und INGEDE (Internationale Forschungsgemeinschaft Deinking-Technik) unterzeichneten am 14. Februar 2011 eine gemeinsame Absichtserklärung mit dem Ziel, bei der Untersuchung des Deinkens* von Inkjetdrucken verstärkt zusammenzuarbeiten. Vorrangiges Ziel dieser Kooperation ist es, neue Lösungen zu finden, die sowohl für konventionelle Drucke als auch Digitaldrucke geeignet sind. Da immer größere Volumina mit Inkjet gedruckt werden, sollen so die Hersteller von Inkjetdruckern wie die deinkenden Papierfabriken den wirtschaftlichen wie ökologischen Anforderungen besser gerecht werden können.

„Inkjet wird möglicherweise unter den Digitaldruckverfahren an Bedeutung gewinnen“, sagt Ulrich Höke, Vorsitzender der INGEDE, „und es ist unbedingt notwendig, eine gute Rezyklierbarkeit von Inkjetdrucken sicherzustellen, damit Altpapier als Rohstoffquelle für grafische Papiere erhalten bleibt.“**

Diese gemeinsame Absichtserklärung von DPDA und INGEDE zur Kooperation in Sachen Deinkbarkeit von Inkjetdrucken liefert den Rahmen für einen regelmäßigen Austausch relevanter Daten sowie gemeinsam finanzierte Forschungsprojekte unter Leitung eines Technischen Komitees aus Vertretern beider Organisationen. Sowohl DPDA als auch INGEDE wissen, dass zum Spektrum der sinnvollen Lösungsmöglichkeiten die Optimierung der Druckfarbe, eine Vor- und/oder Nachbehandlung, die Papiereigenschaften und der Deinkingprozess gehören. Das Technische Komitee von DPDA und INGEDE hat sich schon ein erstes Mal getroffen; mindestens ein gemeinsam organisiertes Forschungsprojekt ist noch für das laufende Jahr vorgesehen.

Die Papierindustrie kämpft schon heute mit erheblichen Problemen infolge wasserbasierender Flexodruckfarben. Um ähnliche Probleme mit wasserbasierenden Inkjet-Farben zu vermeiden, werden Druckerhersteller und Papierindustrie ihre Zusammenarbeit intensivieren. Für die DPDA erklärt Crit Driessen, Vice President Marketing and Strategic Production Printing der Océ Printing Systems GmbH: „Die DPDA hat erkannt, dass – auch wenn die rezyklierenden Papierfabriken bisher noch über keine einzelnen Vorfälle infolge mangelnder Deinkbarkeit von Inkjetdrucken berichten – Laborversuche ein breites Spektrum beim Deinkingverhalten zeigen. Deshalb ist es wichtig, die Bedingungen und Schwellenwerte für ein erfolgreiches Deinking zu kennen, damit das gesamte System optimiert werden kann. Diese Absichtserklärung über eine Zusammenarbeit bei der Deinkbarkeit von Inkjetdrucken ist ein wichtiger Schritt vorwärts für die Papier- und Druckindustrie um sicherzustellen, dass die Vorteile des Inkjetdrucks von allen Beteiligten an der Wertschöpfungskette realisiert werden.“**

Die DPDA (Digital Print Deinking Alliance) ist eine Arbeitsgruppe von Hewlett-Packard, Ricoh Infoprint Solutions, Kodak und Océ Printing Systems, die 2008 entstand. Die DPDA unterstützt Forschung zur Messung und Verbesserung der Deinkbarkeit von Drucken mit wasserbasierenden Inkjetfarben.

Die Internationale Forschungsgemeinschaft Deinking-Technik (INGEDE) wurde 1989 als ein Zusammenschluss führender europäischer Papierhersteller gegründet. Ziel der INGEDE ist es, die Verwertung von hellem Altpapier (Zeitungen und Zeit­schriften) zu neuem grafischem Papier und zu Hygienepapieren zu fördern und die Rahmenbedingungen für einen erhöhten Altpapiereinsatz zu verbessern.

* Als Deinking bezeichnet man die Entfernung der Druckfarbe beim Papierrecycling.

** Übersetzung des englischen Originalzitats.
11. April 2011
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Repräsentanten von DPDA und INGEDE unterzeichnen die Erklärung. Von links: Dr. Ulrich Höke, Vorsitzender der INGEDE, Dr. Michael Has – Director Worldwide Marketing & Strategy Software, Head of Partner Management Océ Printing Systems GmbH, George G. Promis – Vice President, Continuous Forms Production Solutions & Technology, Ricoh InfoPrint Solutions, Aurelio Maruggi – VP & General Manager Inkjet Highspeed Production Solutions Graphics Solutions Business, Hewlett-Packard, Eric Owen – Vice President of Sales and Business Development, Digital Printing Systems, Eastman Kodak Company

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Von links nach rechts: Dr. Ulrich Höke (INGEDE), Eric Owen (Eastman Kodak Company), George G. Promis (Ricoh InfoPrint Solutions), Aurelio Maruggi (Hewlett-Packard), Dr. Michael Has (Océ Printing Systems GmbH)

 
 

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