Über INGEDE

Die Internationale Forschungsgemeinschaft Deinking-Technik e.V. wurde 1989 von führenden europäischen Papierherstellern als Interessenvertretung der grafisches Altpapier einsetzenden Unternehmen der Papierindustrie gegründet.

Seit der Gründung entwickelte sich INGEDE bis heute konsequent zu einem europäischen Expertenverband für Deinking-Technologie und Recyclingfähigkeit von grafischen Druckerzeugnissen. Heute konzentriert sich die Interessengemeinschaft auf die Forschung und unterstützt die freiwillige Erklärung europäischer Papierkettenverbände mit ehrgeizigen Recyclingraten in Europa.

INGEDE zielt darauf ab, die Verwendung von grafischem Altpapier (Zeitungspapier, Zeitschriften und Büropapier) zu fördern und die Bedingungen für einen erweiterten Einsatz von Altpapier für die Herstellung von Grafik- und Hygienepapieren zu verbessern. Derzeit sind über 30 europäische Deinking-Papierfabriken und Forschungsabteilungen Mitglieder und Partner von INGEDE, die zusammen über etwa sieben Millionen Tonnen grafisches Altpapier einsetzen.

Bis heute hat INGEDE mehr als 6 Millionen Euro für Forschungsprojekte ausgegeben, hat Ländervertreter in jedem europäischen Land, die Kontakt zu den Mitgliedern der Papierkette in der jeweiligen Region halten und bei Fragen unterstützen und ist Ihr Ansprechpartner zu all Ihren Fragen zum Thema Papierrecycling.

Was macht INGEDE?

INGEDE e. V. ist ein Verein, der Hersteller, Entwickler und Anwender von Druckfarben, Druckmitteln und Klebstoffen für die Papierkette unterstützt, um die Recyclingfähigkeit von Druckerzeugnissen, die solche Materialien enthalten, zu erhalten und zu verbessern. Dafür ist die Interessengemeinschaft in folgenden Schwerpunkten tätig.
Forschung
Einen wichtigen Schwerpunkt der Arbeit von INGEDE macht die Förderung und Koordination von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bereich der Deinking-Technik aus und in Techniken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Recyclingfähigkeit von Druckerzeugnissen haben, wie zum Beispiel in den Bereichen Papierherstellung, Druckfarben, Drucksysteme, Klebstoffe und deren Anwendung, etc. Der Verein beobachtet und fördert außerdem relevante Forschungsaktivitäten, die von Dritten finanziert werden, und liefert technischen Input für die Arbeit.
INGEDE-Methoden
In verschiedenen Arbeitsgruppen entwickelt und implementiert INGEDE Verfahren zur Prüfung der Recyclingfähigkeit, der Qualität des Altpapiers und des Deinking-Prozesses. Dies kann gegebenenfalls auch die Beteiligung an Normungsausschüssen bedeuten.
Information
INGEDE informiert seine Mitglieder über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Abfallwirtschaft, Papierrecycling, Deinking-Technologie und in allen relevanten Aspekten der Papierkette, z. G. Digitaldruck, Klebstoffe, Sortierung von Altpapier. INGEDE informiert außerdem die Mitglieder der Papierkette und die Öffentlichkeit über die Anforderungen eines geschlossenen Produktzyklus für grafische Papiere.
Kommunikation
INGEDE fördert die Kommunikation zwischen seinen Mitgliedern durch regelmäßige Informationsblätter, technische Arbeitsgruppen und Expertenforen.
Kooperation
INGEDE kooperiert mit den anderen Mitgliedern der Papierkette bei Recyclingfragen im Produktdesign, bei Fertigungsprozessen und bei der Auswahl von Rohstoffen und Additiven.
Förderung von Drittmittelprojekten
INGEDE fördert die Entwicklung von Systemen für die Sammlung und Sortierung von Altpapier, die die Verwertung erleichtern und die sich auf die Vorteile des Recyclings konzentrieren. So können Qualitätsverluste bei steigenden Sammelraten vermieden werden.
Interessensvertretung
INGEDE vertritt die Mitglieder in Arbeitsgruppen und Ausschüssen auf nationaler und europäischer Ebene sowie durch Vorträge auf Konferenzen und Symposien. Damit soll unter anderem Einfluss auf die Entwicklung von regulatorischen Anforderungen und Umweltvorschriften in Europa genommen werden.

News der INGEDE

  • Deinkbare Farbe für LE- und LED-UV-Druck auf dem INGEDE-Symposium vorgestellt
    Bisher lassen sich vernetzte Farben beim Deinken nur schwer entfernen. Keine bunten Punkte mehr im Recyclingpapier: Auch wenn die härtende Strahlung mit stromsparenden LEDs erzeugt wird, sind UV-Druckverfahren nicht so umweltfreundlich wie sie ver­marktet werden.
  • 30 Jahre INGEDE: Gemeinsam für verbesserte Altpapierqualität
    Gleichzeitig mit dem diesjährigen Symposium feierte die INGEDE ihr 30-jähriges Bestehen. Deutlich mehr Teilnehmer als zuvor waren nach München gekommen, über 50 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Damit hat sich die Rolle des INGEDE-Symposiums als wichtigste europäische Veranstaltung zum Thema Papierrecycling bestätigt.
  • Altpapier nicht per Biotonne entsorgen
    Kein Plastik in die Biotonne fordert das Abfallwirtschaftsamt der Stadt München – auch „Bioplastik“ darf nicht in die Tonne, weil es zu langsam verrottet.
  • Deutsche Post – E-POST Solutions in Hürth
    Zum Auftakt ihrer diesjährigen Führungskräfte- und Strategietagung besuchten knapp 30 Mitarbeiter aus dem erweiterten Führungskreis der E-POST Solutions GmbH im Februar die Papierfabrik von UPM in Hürth bei Köln.
  • Ressourcennutzung an Papierfabrikstandorten
    Möglichkeiten für eine höhere lokale oder regionale Wertschöpfung durch effiziente und klimaschonende Ressourcennutzung aufzuzeigen, ist das Ziel der Studie „Branchen- und prozessübergreifende Ressourcennutzung an Papierfabrikstandorten“. Beteiligt waren die Projektpartner bifa Umweltinstitut, der Verband Bayerischer Papierfabriken und seine Mitgliedsfirmen sowie die Papiertechnische Stiftung im Rahmen des Umweltpaktes Bayern.

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